ULLAS ALLERLEI



SPRINGERLE

(Oma)

In den ersten Jahren habe ich mir immer Omas Springerlemodeln ausgeliehen.
Auf der Dult haben wir uns dann jedes Jahr ein oder zwei Modeln gekauft. Sie sind nicht ganz billig, und so dauerte es einige Jahre, bis ich meine Sammlung beisammen hatte.
Ab und zu kann ich auch heute nicht widerstehen und kaufe mir ein hübsches Motiv, das ich nicht habe.
Einige meiner Modeln habe ich von dankbaren Plätzchenessern geschenkt bekommen. Einige Jahre schmückten sie auch unterm Jahr unsere Küche in der Mauerkircherstraße.

Derselbe Holzhändler, der die Modeln auf der Dult verkauft, ist auch immer auf dem Münchener Weihnachtsmarkt. Letztes Jahr suchte ich für Ester eine schöne Model und stand lange vor der hölzernen Pracht.
Die Entscheidung fiel zugunsten einer Biedermeierdame. Aber von dieser Figur gab es drei Ausführungen. Hier waren die Blumen besser ausgearbeitet, dort die Linien des Rockes schöner geschwungen. Der Händler erzählte mir, das die Modeln ein 76 Jahre alter Holzschnitzer machen würde, der mal so, mal so aufgelegt sei, daher die Unterschiede. Und die machten ja auch den Reiz einer Handarbeit aus. Er wisse nicht, wo er neue Modeln herbekomme, wenn der alte Mann einmal nicht mehr schnitze. Die Geduld bringe heute kein junger Mensch mehr auf.

Seitdem bin ich der Ansicht, auch wenn ich für so eine große Figur 30,00 DM hinblättern muß, daß das spottbillig ist.

Springerle sind ein Augenschmaus auf jedem Weihnachtsteller, aber auch für den Gaumen sind sie ein Vergnügen. Und was kann man mit ihnen alles machen.
Man kann schon beim Ausradeln die verschiedensten Formen machen. Man kann die einzelnen Figuren ausschneiden, man kann sie bemalen und aufhängen. Man kann von den Modeln auch Gips- oder Tonabdrucke machen - die würde ich allerdings nicht essen.

Bunt bemalt sind sie wunderschöne Geschenke. Mony verdient damit noch heute auf dem Weihnachtsmarkt einen Teil ihres Geldes.

Nun das Rezept.
Auch hier wäre es schön, wenn man Hilfe hätte. Wenn der Teig ausgerollt ist, muß es schnell gehen. Die Oberfläche darf nicht trocken werden.
Klosterherzen Hilfe © 1989 M. Stoewer
500 g Puderzucker
500 g Mehl
4 Eier
abgeriebene Schale von 1 ungespritzten Zitrone
1 EL Arrak oder Rum
Anis, ganz, fürs Blech

Zucker, Eier, Zitronenschale und den Arrak sehr lange rühren, bis eine dicke, schaumige Masse entstanden ist.
Dann langsam das Mehl unterkneten. Oft braucht man mehr Mehl, als im Rezept angegeben ist. Das hängt auch von der Größe der Eier ab. Aber du mußt es vorsichtig dazugeben, denn zu fest darf der Teig nicht werden.

Den fertigen Teig in eine Schüssel geben, mit einem ganz leicht feuchten Tuch oder einer Frischhaltefolie bedecken und kalt stellen. Laß den Teig mindestens 2 Stunden im Kühlschrank.

Dann nimmst du etwa 1/4 des Teigs und rollst ihn etwa fingerdick (kleiner Finger) aus. Die Modeln leicht bemehlen und fest in den Teig drücken. Die Form ausradeln und die Model evtl. noch einmal daraufdrücken, damit die Vertiefungen besser herauskommen. Mit einem Pinsel das Mehl von den fertigen Kunstwerken entfernen.

Wenn man später die Springerle aufhängen möchte, sollte man das Loch vor dem Backen nicht vergessen.

Anis auf das Backpapier streuen und die Springerle darauflegen. Wenn man kein Backpapier hat, muß das Blech mit Bienenwachs eingerieben werden.

Über Nacht trocknen lassen.
Bei schwacher Hitze backen. Du darfst immer nur ein Blech in den Ofen schieben. Man braucht Zeit. Sie ist nicht vergeudet!

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